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Beobachter der sozialen Sicherheit 02
Analyse: „Gute Gesellschaften“ schaffen - die Rolle der sozialen Sicherheit
Eine bedeutende internationale Studie kommt zu dem Schluss, dass die soziale Sicherheit im Zeitalter der Globalisierung ein unverzichtbares Element gesellschaftlicher Verbesserungen ist.
A member of the social center in the neighbourhood Fernandbues in Salvador, Brazil, does exercise with others. © Alejandro Lipszyc/World Bank
Das Forschungsinstitut für soziale Entwicklung der Vereinten Nationen (UNRISD) hat die Ergebnisse des fünfjährigen Forschungsprogramms "Social Policy in a Development Context" veröffentlicht, das die Rolle der sozialen Sicherheit - und der Sozialpolitik im weiteren Sinne - beim Aufbau produktiver und wettbewerbsfähiger Volkswirtschaften und gesunder funktionstüchtiger Gesellschaften untersucht. Ausgehend von einer reichen empirischen Grundlage, bieten die so gesammelten Ergebnisse der Studie ein aktuelles und mit guten Argumenten ausgestattetes Plädoyer, der sozialen Sicherheit auf der nationalen, regionalen und globalen politischen Tagesordnung mehr Gewicht zu geben. Die Ergebnisse der Studie verdienen volle Aufmerksamkeit, nicht zuletzt von Seiten der politischen Entscheidungsträger in den Entwicklungsländern.

Die Rolle der sozialen Sicherheit wird bisweilen eher als reaktiv beschrieben: Sie soll nachteilige Ereignisse im Lebensverlauf und Arbeitsmarktrisiken auffangen. Dieses eindimensionale Bild wird zunehmend als fehlerhaft angesehen. Die Organisationen der sozialen Sicherheit sind sich sehr wohl bewusst, dass die Rolle der sozialen Sicherheit vielfältigen Charakter hat. Sie ist ein proaktiver Grundbaustein einer „guten Gesellschaft”, ein Instrument der Gemeinschaft, das die Wohlfahrt der versicherten Bevölkerung fördert und verbessert.

Der UNRISD-Bericht betont, dass es nicht nur um die Verringerung der Armut geht, auch wenn die soziale Sicherheit eines der effektivsten verfügbaren Mittel gegen Armutsprobleme weltweit darstellt. Länder, welche die Armut erfolgreich bekämpft haben, haben ihre Systeme der sozialen Sicherheit nicht nur für die Armen geschaffen und auf diese ausgerichtet: Sie haben in Renten- und Krankenversicherung sowie Kinderbeihilfen investiert, um wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Frieden zu fördern.

Alle erfolgreichen Wohlfahrtsstaaten gewährten am Anfang nur bestimmten Gruppen Leistungen, bevor sie das System ausweiteten. In Deutschland und Japan z.B. zielte die Sozialversicherung zunächst auf die am besten organisierte und politisch mächtigste Gruppe, die Facharbeiter in der Industrie. Aber das Recht auf soziale Sicherheit wurde schrittweise auf alle Bürger ausgedehnt, da man alle für den Aufbau der Nation brauchte.

Soziale Sicherheit und gesellschaftliche Entwicklung

Die UNRISD-Studie zeigt, dass die erfolgversprechendste Form der Förderung des Sozialschutzes über politische Maßnahmen und Fachgebiete liefen, die nicht im Bereich der sozialen Sicherheit liegen, sich aber komplementär zu ihr verhalten: Steuerpolitik, Landreform, Sozialgesetzgebung, Regulierung des Privatsektors usw. Seit den achtziger Jahren löste sich die Wirtschaftspolitik von diesen sozialen Grundlagen. Die soziale Sicherheit wurde im Staatshaushalt nur noch als Kostenfaktor angesehen. Die Potentiale der sozialen Sicherheit zur Erleichterung des sozialen und wirtschaftlichen Wandels und als vorhersehbare Quelle langfristiger Investitionen wurden übersehen.

De facto ist die soziale Sicherheit ein positiver Faktor für die Wirtschaft: Sie trägt zur Kapitalbildung durch Ersparnisse bei, die von beitragsgestützten Programmen wie Rentensystemen und Vorsorgefonds eingezogen werden. Sie leistet auch einen Beitrag zur Bildung des Humankapitals, indem sie bessere Ausbildung und Gesundheit fördert sowie die Teilhabe der Frauen am Arbeitsmarkt. Eine gut verwaltete soziale Sicherheit kann die Legitimität der politischen Ordnung sichern und zur Bildung des Sozialkapitals, sozialem Zusammenhalt und politischer Stabilität beitragen und ein begünstigendes Umfeld für Investitionen und Handel schaffen. Die Sozialtransfers steigern auch die Inlandsnachfrage und damit das Wirtschaftswachstum.

Die herkömmlichen Modelle der beitragsgestützten sozialen Sicherheit wurden für Arbeitnehmer in der formellen Wirtschaft entwickelt. In einer Welt, in der die informellen Arbeitsmärkte wachsen, stellen sich schwer zu beantwortende Fragen bezüglich der weiteren Gültigkeit eines solchen beitragsbezogenen Modells. Das gilt inbesondere für die sich entwickelnden Volkswirtschaften, in denen die Informalität eher die Regel als die Ausnahme darstellt.

Nichtregierungsorganisationen (NROs) sehen oft in gezielten Sozialtransfers zugunsten der Armen die Antwort auf dieses Problem. Gleichzeitig, wenn auch aus anderen Gründen, setzt sich die neoliberale Lobby für stärker zielgerichtete Leistungen ein: für kosteneffektive, direkte und begrenzte Mittel zugunsten jener, die diese am ehesten verdienen. Leider neigt ein solcher Ansatz auch dazu, die sozialen Rechte der Arbeitnehmerschaft im formellen Sektor und das für alle positive Potential einer universellen sozialen Sicherheit zu untergraben.

Unsinnigerweise überträgt die gegenwärtige Entwicklungspolitik häufig die Verantwortung für die Unterstützung der Ärmsten auf NROs, die auf der Mikroebene wohlmeinend und erfolgreich sind, aber unermessliche Schwierigkeiten haben, ihre Methoden auf ganze Gesellschaften zu übertragen. UNRISD zufolge dürfte die fortgesetzte Gegenüberstellung von freiwilligen und Pflichtversicherungssystemen analytisch unscharf und langfristig ineffizient sein.

Soziale Pflichtversicherungssysteme entstehen gewöhnlich, wenn freiwillige Netzwerke ihre Kräfte vereinen oder wenn der Staat feststellt, dass ein von NROs getragenes Modell nicht in der Lage ist, den Bedarf nach universellem landesweitem Zugang zu vergleichbaren Leistungen zu decken. Es gibt auch einen praktischen Grund, warum sich Entwicklungsländer auf ein universelles System zubewegen sollten: Wo die Armut weitverbreitet ist, ist die Organisation zielgerichteter Leistungen unnötig und verwaltungsmäßig teuer, nicht zuletzt aufgrund von Problemen wie Informationsassymetrien, falschen Anreizen und Betrugsgefahr.

Mit Blick auf die Zukunft ist die soziale Sicherheit ein Muss für Länder, die im Zuge der Globalisierung proaktiv erfolgreich handeln wollen, da sie den Unternehmen ein wettbewerbsfähigeres und verlässlicheres Humankapital zur Verfügung stellt sowie die nötigen Sicherheitsnetze und Startblöcke für jene Bürger bereitstellt, die den nachteiligen Auswirkungen des globalen Wettbewerbsdrucks besonders ausgesetzt sind.

Die soziale Sicherheit ist somit letzlich für alle gewinnbringend und die Grundlage für tragfähige Sozialpakte: Sie kommt der Mittelklasse zugute und den Besserverdienenden, richtet sich aber gewiss nicht gegen die Armen. Sie hilft letzteren, nicht nur im Zuge der Armutsbekämpfung. Noch wichtiger: Je mehr Bürger im System der sozialen Sicherheit Risiken teilen, desto besser geht es allen. Die soziale Sicherheit ist, wie die Studie folgert, im Zeitalter der Globalisierung ein Grundbaustein einer „guten Gesellschaft“.

Mehr Information

Forschungsinstitut für soziale Entwicklung der Vereinten Nationen (UNRISD)

Mkandawire T, 2006. Transformative Social Policy - Lessons from UNRISD Research. UNRISD Research and Policy Brief 5, Genf, UNRISD.
http://www.unrisd.org/unrisd/website/document.nsf/(httpPublications)/
C77A2891BC2FD07FC12572130020B2AC?OpenDocument (am 25. September 2008 ausgewertet).

UNRISD, 2008. Transformative Social Policy. UNRISD News - The United Nations Research Institute for Social Development Bulletin. Nr. 28. März, Genf, UNRISD.

Republik Korea: Reform der langfristigen Pflege für ältere Menschen
Eine neue Versicherung als Antwort auf die Alterung der Bevölkerung
Photo: ISSA
Im Juli 2008 führte die Republik Korea ein System der langfristigen Pflegeversicherung für ältere Menschen ein. Personen, die 65 Jahre oder älter sowie hilfsbedürftig bei der Erledigung ihrer Alltagsgeschäfte und abhängig von anderen sind, werden von diesem System abgedeckt. Es können auch Personen unter 65 Jahren versichert sein, wenn sich ihre Abhängigkeit aus einem entsprechend diagnostizierten Krankheitsbild ergibt, wie Demenz, Herzkrankheit und Alzheimer.

Die Reform folgt dem Weg, den Israel (1980), Deutschland (1995), Luxemburg (1998), Japan (2000), Singapur (2002), Frankreich (2004) und Spanien (2007) bereits gegangen sind. Die koreanische Entwicklung bestätigt erneut den bereits festgestellten internationalen Trend hin zur Einführung einer langfristigen Pflegeversicherung, die den Versicherten in erster Linie helfen soll, den Verlust der Unabhängigkeit durch Alter oder Behinderung zu bewältigen.

Mit der Einführung dieses neuen Zweiges der sozialen Sicherheit reagiert Korea auf umfassende gesellschaftliche Veränderungen, insbesondere die rasche Alterung der Bevölkerung. Demografen sagen vorher, dass der Anteil der über 65jährigen von gegenwärtig 9,1 Prozent auf 11,0 Prozent bis 2010 bzw. 15,6 Prozent bis 2020 und 24,2 Prozent bis 2030 steigen wird. Gegenwärtig sind fast fünf Millionen Koreaner 65 Jahre oder älter, von denen nicht weniger als eine Million unter Demenz oder einer Herzkrankheit leidet.

Hinter dieser Entwicklung stehen aber auch erhebliche gesellschaftliche Veränderungen: der Zusammenbruch traditioneller Familienstrukturen, die Lockerung sozialer Bindungen und das Auftreten untypischer oder rekonstruierter Familienmodelle sowie die zunehmende Frauenbeschäftigung haben dafür gesorgt, dass das traditionelle Sicherheitsnetz der koreanischen Familie vor dem Zusammenbruch steht.

Mit der raschen Alterung der Bevölkerung erfuhr Korea erhebliche Steigerungen der Gesundheitsausgaben für ältere Menschen. Neueren Zahlen zufolge stiegen die Behandlungskosten für die geriatrische Versorgung zwischen 2002 und 2007 um 192,5 Prozent (siehe Schaubild). Ein Teil dieser Steigerung geht auf eine unangemessene Nutzung der Ressourcen des Gesundheitswesens zurück, nicht zuletzt deswegen, weil viele ältere Menschen mit chronischen Krankheiten in Krankenhäusern, die für akute Fälle zuständig sind, anstelle von langfristigen Pflegeeinrichtungen verweilen.

Das Fehlen eines nationalen Systems der Gesundheitsversorgung für ältere Menschen in Korea hat die Belastungen für Familien mit älteren Mitgliedern verstärkt. So ist es leider nicht ungewöhnlich, dass ältere Verwandte von ihren Familien im Stich gelassen werden. Schätzungsweise 63 Prozent der hilfsbedürftigen älteren Menschen erhalten keine Pflege oder Unterstützung.

Gesundheitsausgaben und geriatrische Krankheitsbilder (2002-2007)

Gesundheitsausgaben und geriatrische Krankheitsbilder (2002-2007)

Finanzierung durch die Solidargemeinschaft

Die Republik Korea hat, wie bereits in der Krankenversicherung geschehen, das Modell der nationalen Solidargemeinschaft für die Finanzierung des neuen Systems gewählt. So leisten alle Beitragszahler im Staatlichen Krankenversicherungssystem (SKV) einen bestimmten Beitrag zusätzlich zu den SKV-Beiträgen: gegenwärtig entspricht dieser 4,05 Prozent ihres SKV-Beitrags. Dies bedeutet, dass die Versicherten in der SKV mit denen des neuen Systems identisch sind. Die Zentralregierung zahlt Subventionen in Höhe von 20 Prozent der voraussichtlichen Beitragseinnahmen. Die Leistungsempfänger übernehmen eine Eigenbeteiligung zwischen 15 Prozent der Kosten für Dienstleistungen zu Hause und 20 Prozent für institutionelle Pflegedienstleistungen. Die Eigenbeteiligung halbiert sich für Leistungsempfänger des Systems der sozialen Gesundheitsversorgung und bestimmte Personenkategorien mit niedrigem Einkommen und Vermögen; Bezieher von Leistungen nach dem Landesgesetz zur Sicherung des Existenzminimums sind davon völlig befreit.

Ein Faktor könnte die Entfaltung des Systems jedoch kurzfristig behindern: der Mangel an qualifizierten Pflegekräften und
-einrichtungen. Bis Ende Juli 2008 gingen rund 250 000 Anträge für langfristige Pflege ein, von denen 165 000 einer der drei Kategorien zugeordnet werden, in deren Rahmen die Antragsteller langfristige Pflegedienste in Anspruch nehmen können. Angesichts der wachsenden Nachfrage kommt es nun darauf an, dass der Staat ausreichend Pflegeeinrichtungen bereitstellt und Bemühungen zur Ausbildung von mehr Pflegepersonal unterstützt.

Ein flexibles System von Leistungen und Diensten

Langfristige Pflegedienste umfassen Dienstleistungen zu Hause, institutionelle Dienste und Geldleistungen.

Dienstleistungen zu Hause

Zu diesen Dienstleistungen gehören Pflegebesuche zu Hause, um älteren Menschen bei alltäglichen Aktivitäten wie Baden, Körperpflege, Ankleiden, Kochen, Reinigen und Einkaufen zu helfen sowie Hausbesuche mit einem Fahrzeug, das mit einem tragbaren Bad ausgerüstet ist; Hausbesuche von Pflegepersonal für die von (Haus)ärzten und Zahnärzten verschriebene Versorgung und Behandlung, Pflege bei Tag und bei Nacht (einschließlich der funktionalen Therapie und medizinischen Behandlung) über kurze Zeiträume in geriatrischen Pflegeheimen; kurzfristige Pflege in langfristigen sozialen Pflegeeinrichtungen für ältere Menschen, wenn die sich um diese kümmernde Person nicht verfügbar ist. Bestimmte medizinische oder orthopädische Ausrüstungsgegenstände werden älteren Menschen ebenfalls zur Verfügung gestellt, so etwa Rollstühle und orthopädische Matratzen.

Institutionelle Dienste

Zu diesen Diensten gehören die langfristige Pflege in entsprechenden Einrichtungen, zugelassene Pflegeheime, Altersheime und zugelassene Einrichtungen für ‚betreutes Wohnen’.

Geldleistungen

Geldleistungen sollen älteren Menschen und ihren Familien beim Tragen der Kosten für die Gesundheitsversorgung helfen, wenn die Leistungsempfänger in einer entlegenen Region oder auf einer der Inseln des Landes leben, die nur wenige Einrichtungen für langfristige Pflege besitzen. Sie gehen auch an Personen, die pflegebedürftig sind, aber aufgrund ihrer physischen, geistigen oder psychologischen Verfassung für die Zulassung in einer langfristigen Pflegeeinrichtung nicht geeignet sind. Sie können auch dazu verwendet werden, einen Teil der Kosten für langfristige Pflege zu Hause oder in der Institution eines nicht registrierten Betreibers abzudecken. Eine teilweise Kostendeckung kommt auch in Frage bei Langzeitaufenthalten in geriatrischen Versorgungseinrichtungen.

Verwaltung und Kontrolle

Die Landesanstalt für Krankenversicherung (LAK), der einzige soziale Krankenversicherer, der die gesamte koreanische Bevölkerung von rund 59 Millionen Menschen abdeckt, ist auch für die Verwaltung des neuen Systems zuständig, während die allgemeine Aufsicht vom Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Familienangelegenheiten wahrgenommen wird. Der „Ausschuss für die Bescheinigung langfristiger Pflegebedürfnisse“ untersucht die Einzelfälle, macht Hausbesuche zur Feststellung der Bedürfnisse und vergibt aufgrund der gesammelten Informationen und der Meinung des Arztes „Langfristige Pflegebescheinigungen“ an Antragsteller, die seit mindestens sechs Monaten nicht mehr in der Lage waren, unabhängig grundlegende Verrichtungen des täglichen Lebens wahrzunehmen. Die Bescheinigung wird dem Leistungsempfänger von der LAK zusammen mit einem „Standardplan für die langfristige Pflege“ zugesandt.

Der Ausschuss für die Bescheinigung langfristiger Pflegebedürfnisse arbeitet auf der Ebene von Stadt, Gemeinde und Verwaltungsbezirk. Er setzt sich aus 14 Mitgliedern und einem Vorsitzenden zusammen, darunter Fachleute aus dem Gesundheitswesen und der sozialen Sicherheit.

Beurteilungen werden aufgrund von zwei Kriterien wahrgenommen:

1. dem physischen Zustand des Antragstellers, einschließlich seiner physischen und geistigen Fähigkeiten sowie dem Pflege- und Rehabilitationsbedarf, den seine/ihre Situation erfordert;
2. dem Grad der Abhängigkeit des Antragstellers bei wichtigen Aufgaben im Alltagsleben, unter Berücksichtigung seiner/ihrer Lebensbedingungen und des Umfelds.

Es werden drei Kategorien definiert, die eine langfristige Pflege erfordern:

Kategorie Nr.1: Die ältere Person leidet unter einer der folgenden Einschränkungen: Er oder sie kann nicht ohne Hilfe zu Bett gehen oder aufstehen; leidet unter Verhaltensstörungen, eingeschränkter Urteilsfähigkeit und häufigen Gedächtnisverlusten aufgrund einer schweren Hirnverletzung oder braucht volle Unterstützung bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens.

Kategorie Nr. 2: Die ältere Person kann nicht ohne Hilfe essen oder sich anziehen; Störung der Urteilsfähigkeit und Gedächtnisverlust durch Demenz.

Kategorie Nr. 3: Der ältere Mensch braucht Hilfe beim Essen, Ankleiden und der Körperpflege, der Erledigung von Haushaltspflichten und bei Alltagsgeschäften außerhalb des Hauses.

Die Langfristige Pflegebescheinigung zeigt die Kategorie an, zu welcher der Leistungsempfänger von langfristiger Pflege gehört. Sie gibt auch Auskunft über die Zeitdauer, in der Pflegeleistungen erbracht werden.

Der Standardplan für die langfristige Pflege enthält Einzelheiten bezüglich des Anspruchs des Leistungsempfängers auf Pflegedienste und Leistungen sowie deren Kosten.

Zur Umsetzung der langfristigen Pflegeversicherung

Das neue System, das im Juli 2008 startete, wurde nach drei Versuchszeiträumen, in denen Pilotprojekte in ausgewählten Landesteilen durchgeführt wurden, eingeführt. Der dritte Versuchszeitraum lief vom 1. Mai 2007 bis 30. Juni 2008.

Mit der Einführung der langfristigen Pflegeversicherung für ältere Menschen hofft die Regierung der Republik Korea eine Reihe von Zielen zu erreichen:

- besserer Gesundheitszustand und mehr Lebensqualität für ältere Menschen;
- Erleichterung der Belastungen von Familien mit älteren Verwandten durch nationale Solidarität;
- Kontrolle der nationalen Gesundheitsausgaben durch einen effizienteren Einsatz der Ressourcen für die Gesundheitsversorgung, indem ältere Menschen mit chronischen Krankheitsbildern ermutigt werden, langfristige Pflegeeinrichtungen zu nutzen, die keine kostspieligen Krankenhäuser für die Behandlung akuter Fälle sind.
- Freistellen von Familienmitgliedern, die sich um ältere Verwandte kümmern, damit diese leichter einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen können;
- Schaffen neuer Beschäftigungsmöglichkeiten, einschließlich von Stellen für paramedizinisches Personal und Sozialarbeiter.

Entwicklungen in der Republik Korea und anderenorts zeigen, dass sich der Trend zur Einführung einer langfristigen Pflegeversicherung langsam aber sicher verstärkt. Dies wird zusätzlich durch die Tatsache bestätigt, dass andere Länder, insbesondere in Europa, die Möglichkeit prüfen, das gleiche zu tun. Da das weltweite Phänomen der Alterung der Bevölkerung immer deutlicher hervortritt und damit auch der Bedarf nach einer langfristigen Pflegeversicherung, besteht kein Zweifel daran, dass die Republik Korea sich in einer kleinen, aber wachsenden Gruppe von Ländern befindet, von denen andere lernen können.

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IVSS-Länderprofil: Republik Korea

Reformen der sozialen Sicherheit
aus Bahrain, Chile, der Volksrepublik China, Fidschi, Griechenland, Indien, Malta, Marokko, Österreich, Ruanda, Spanien, der Türkei und dem Vereinigten Königreich.
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Die Beobachtungsstelle der sozialen Sicherheit der IVSS hat eine Auswahl kürzlich durchgeführter Reformen von Systemen des Sozialschutzes zusammengestellt. Der Artikel enthält Hyperlinks zu einer vollständingen Beschreibung der Reformen in den IVSS-Länderprofilen.

Bahrain: Zusammenschluss der zwei wichtigsten Organisationen der sozialen Sicherheit

Die beiden größten Organisationen der sozialen Sicherheit im Königreich Bahrain schlossen sich am 1. März 2008 zusammen - die Allgemeine Organisation für Sozialversicherung (GOSI) und der Pensionsfonds-Ausschuss (PFC).

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IVSS-Länderprofil: Bahrain

Chile: Gründung einer sozialen Basisrente

Der herausragende Aspekt dieser Reform ist die Schaffung einer sozialen Basisrente für Personen ab 65 Lebensjahren, die nie Beiträge an das System entrichteten oder deren Beiträge für den Erwerb des Rentenanspruchs nicht ausreichen.

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IVSS-Länderprofil: Chile

Volksrepublik China: Krankenversicherung für städtische Einwohner erfasst über die Hälfte der Städte

Das Pilotprojekt für eine Krankengrundversicherung für nicht erwerbstätige städtische Einwohner (größtenteils nicht versicherte Betagte und Kinder; der Schwerpunkt liegt auf einer Zusammenfassung schwerer Krankheiten auf Kommunal-/Präfekturebene) wurde mit dem zweiten Quartal 2008 von den gegenwärtig 88 auf 229 Städte ausgedehnt.

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IVSS-Länderprofil: Volksrepublik China

Fidschi: Landesvorsorgefonds von Fidschi setzt das Veränderungsmanagement um

Der Landesvorsorgefonds von Fidschi (FNPF) ist im Begriff, seine Geschäftstätigkeit als Reaktion auf die veränderlichen globalen Trends, die Kundenerfordernisse und das allgemeine Geschäftsgebaren der Organisationen zu überprüfen.

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IVSS-Länderprofil: Fidschi

Griechenland: Annahme der Rentenreform

Das neue Gesetz wird die Voraussetzungen für die Gewährung des vorgezogenen Ruhestandes verschärfen, das Rentenalter der Frauen von 60 auf 65 Jahre erhöhen und die Wartezeit für die Erwirkung einer Rente für Personen, die in gefährlichen Berufen arbeiten, um zwei Jahre erhöhen.

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IVSS-Länderprofil: Griechenland

Indien: Die Staatliche Versicherungsanstalt für Arbeitnehmer billigt neues Straferlass-System

Die 141. Tagung der Staatlichen Versicherungsanstalt für Arbeitnehmer (ESIC) billigte ein neues Straferlass-System für die Rücknahme von Klagen gegen säumige Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

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IVSS-Länderprofil: Indien

Malta: Reform des maltesischen Rentensystems

Alle nach dem 1. Januar 1962 geborenen Malteser werden im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand treten, während sich ältere Personen je nach Geburtsjahr und Geschlecht früher - zwischen 60 und 64 Jahren - zur Ruhe setzen können.

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IVSS-Länderprofil: Malta

Marokko: Anhebung der Familienbeihilfe

Auf einer Tagung des Vorstandes der Landeskasse für soziale Sicherheit Marokkos am 27. Juni 2008 wurde eine Entscheidung angenommen.

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IVSS-Länderprofil: Marokko

Österreich: Wirtschaftlich abhängige Selbstständige sollen besseren Sozialversicherungsschutz erhalten

Das österreichische Parlament billigte im Dezember 2007 weitere Änderungen zur Verbesserung des Sozialversicherungsschutzes für wirtschaftlich abhängige Selbstständige.

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IVSS-Länderprofil: Österreich

Ruanda: Entwicklung gemeinschaftlicher Hilfskrankenkassen

Aufgrund der vorherrschenden Armut und der vorwiegenden Beschäftigung in der informellen Wirtschaft ist die Mehrheit der ruandischen Bevölkerung vom offiziellen Sozialversicherungssystem und den staatlich finanzierten Gesundheitsleistungen ausgeschlossen.

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IVSS-Länderprofil: Ruanda

Spanien: Annahme der Rentenreform

Das spanische Parlament billigte Ende 2007 mit überwältigender Mehrheit das Gesetz über die Reform des Rentensystems, das den Sozialpartnern bereits im Juli 2006 im Hinblick auf Verhandlungen vorgelegt wurde.

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IVSS-Länderprofil: Spanien

Türkei: Eine Rentenreform zur Vermeidung der landesweiten Frühverrentung

Am 17. April 2008 wurde ein vieldiskutierter Gesetzesentwurf über eine Altersrentenreform schließlich gebilligt. Mit dem Entwurf sollen das Rentenalter und die Anspruchsvoraussetzungen stufenweise erhöht werden. Diese waren im Vergleich zu den europäischen oder internationalen Normen der sozialen Sicherheit bisher äußerst niedrig und verhältnismäßig großzügig gewesen

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IVSS-Länderprofil: Türkei

Vereinigtes Königreich: Mehr Finanzmittel zur Unterstützung der Behinderten bei der Suche nach einer festen Beschäftigung

Das Ministerium für Arbeit und Renten (Department for Work and Pensions, DWP) kündigte Anfang 2008 an, dass mehr Finanzmittel für die Unterstützung Behinderter bei der Suche nach einer festen Arbeit aufgewandt werden sollen.

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IVSS-Länderprofil: Vereinigtes Königreich

Erklärung von Seoul über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Kultur der Prävention von Arbeitsrisiken
Photo: Keith Weller/Agricultural Research Service, United States Department of Agriculture
Die Seouler Erklärung über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit wurde am 29. Juni 2008 von rund 50 Entscheidungsträgern aus der ganzen Welt verabschiedet und schafft einen neuen Rahmen für die Entwicklung eine weltweiten Kultur der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz.

Am ersten Sicherheits- und Gesundheitsgipfel, der dem XVIII. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit voranging, trafen sich internationale Führungspersönlichkeiten, Minister, CEOs multinationaler Unternehmen, Verantwortliche für soziale Sicherheit, Experten für Sicherheit und Gesundheit sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter.

Die Unterzeichner der Erklärungen haben sich verpflichtet, bei der Förderung einer Präventivkultur im Bereich Sicherheit und Gesundheit eine Vorreiterrolle zu übernehmen, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz weit oben auf ihre nationale Agenda zu setzen und sind übereingekommen, die erzielten Fortschritte am XIX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit im Jahr 2011 zu untersuchen.

Alle drei Jahre organisieren das Internationale Arbeitsamt (IAA) und die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) gemeinsam den Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit. Der XVIII. Weltkongress wurde von der Koreanischen Agentur für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (KOSHA) ausgerichtet.

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Erklärung von Seoul über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
XVIII. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: Nachrichten und Ressourcen
XVIII. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: offizielle Webseite (externe Quelle)

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Broschüre mit Erklärungen, englisch [pdf 4,66 MB]

Erklärung von Seoul auf Arabisch [pdf 118,33 kB]
Erklärung von Seoul auf Chinesisch [pdf 87,38 kB]
Erklärung von Seoul auf Deutsch [pdf 6,04 MB]
Erklärung von Seoul auf Englisch [pdf 6,09 MB]
Erklärung von Seoul auf Französisch [pdf 6,05 MB]
Erklärung von Seoul auf Japanisch [pdf 27,64 kB]
Erklärung von Seoul auf Koreanisch [pdf 6,16 MB]
Erklärung von Seoul auf Niederländisch [pdf 60,84 kB]
Erklärung von Seoul auf Russisch [pdf 88,88 kB]
Erklärung von Seoul auf Spanisch [pdf 6,04 MB]

IVSS-Forum für soziale Sicherheit in Afrika
18. – 20. November 2008 | Kigali, Ruanda
Logo Regional Social Security Forum for Africa
Regionale Foren für soziale Sicherheit gehören zu den wichtigsten Veranstaltungen, welche die IVSS organisiert. Sie stellen ausserordentliche Gelegenheiten für Organisationen der sozialen Sicherheit dar, um auf regionaler oder globaler Ebene ihre gegenseitigen Beziehungen zu stärken und sich über wichtige Trends und Themen auszutauschen. Das erste Regionale Forum für soziale Sicherheit in Afrika findet vom 18. bis am 20. November 2008 in Ruanda statt.

Das Forum bietet Politikern, politischen Entscheidungsträgern, Verwaltungsvertretern und Leitern von internationalen Organisationen eine aussergewöhnliche Gelegenheit zum Meinungsaustausch über die Zukunft der sozialen Sicherheit in Afrika und den Beitrag, den sie dort zur Lösung wirtschaftlicher und sozialer Probleme leisten kann.

Die strategische Vision der IVSS der „dynamischen sozialen Sicherheit“, die sich auf das Entwickeln der Leistungsfähigkeit und Zielorientierung von Organisationen der sozialen Sicherheit stützt und ein Minimum an Einkommenssicherheit und Gesundheitsversorgung für alle Menschen anstrebt, wird den Hintergrund der Diskussionen am Forum darstellen. Das Forum bietet daher Gelegenheit, über die Art und Weise zu diskutieren, wie unter den verschiedenen Rahmenbedingungen der afrikanischen Region auf dieses Ziel hingearbeitet werden kann und stellt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Weltforum für soziale Sicherheit dar, das 2010 in Kapstadt geplant ist.

Anmeldeformulare und Informationen für Teilnehmer finden Sie im ISSA-Extranet.

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Webseite des IVSS-Forums für soziale Sicherheit in Afrika (auf englisch und französisch verfügbar)

Veranstaltungen der IVSS

Neue Publikation von IVSS, IOPS und OECD
Zusatz- und Privatrenten weltweit 2008
Complementary and Private Pensions 2008
Die Publikation "Complementary and Private Pensions throughout the World 2008" (Zusatz- und Privatrenten weltweit 2008) hebt die immer wichtigere Rolle hervor, die Zusatz- und Privatrenten in den Systemen der sozialen Sicherheit spielen, indem sie für ein angemessenes Einkommen im Ruhestand sorgen.

Aufgrund umfassender Informationen zur Regulierung und Aufsicht der freiwilligen und obligatorischen Betriebsrenten- und Privatrentensysteme in 58 Ländern und Gebieten ist die vorliegende Publikation ein einzigartiges Referenzwerk für:

- politische Entscheidungsträger;
- mit der Regulierung, Aufsicht und Praxis von Rentensystemen befasste Personen;
- Beschäftigte in Pensionsfonds, Personalabteilungen und Versicherungen;
- Berater für Arbeitnehmerleistungen und Finanzen;
- Akademiker und andere Fachleute aus den Bereichen Wirtschaft, Recht, Finanzen, Versicherungsmathematik und Sozialschutz.

Zusatz- und Privatrentensysteme weltweit 2008 ist das Ergebnis gemeinsamer Bemühungen von drei wichtigen internationalen Einrichtungen, die im Rentenbereich tätig sind: Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS), Internationale Organisation für Rentenaufsicht (IOPS) und Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

ISBN: 978-92-64-04347-3.

Bestellungen

OECD Bookshop oder bei ihrem Buchhändler (nur auf englisch verfügbar)

Jahresbericht der IVSS
2007 - 2008
Jahresbericht
Der Jahresbericht stellt die wichtigsten Tagungen und Projekte des vergangenen Jahres vor. Er enthält eine Übersicht über die Informationsmittel und -ressourcen, welche die Vereinigung herausgibt, und stellt die IVSS-Mitglieder und -Verbindungsbüros vor. Der Bericht erklärt ausserdem die Struktur und Organisation der IVSS.

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Chinesisch [5,66 MB]
Deutsch [1,10 MB]
Englisch [1,90 MB]
Französisch [1,12 MB]
Russisch [1,15 MB]
Spanisch [1,14 MB]

Neuer Bericht des Weltwirtschaftsforums WEF
Die Zukunft von Renten und Gesundheitsversorgung in einer rasch alternden Welt
The future of healthcare and pensions in a rapidly ageing world
Der Bericht des Weltwirtschaftsforums "The Future of Pensions and Healthcare in a Rapidly Ageing World - Scenarios to 2030" (Die Zukunft von Renten und Gesundheitsversorgung in einer rasch alternden Welt - Szenarien bis 2030) zeigt die Bedeutung neuer Formen der Zusammenarbeit zwischen wichtigen Akteuren - Einzelnen, Finanzinstitutionen, Gesundheitsversorgern, Arbeitgebern und Regierungen - wenn das Wohlergehen jetziger und zukünftiger Generationen nachhaltig finanziert werden soll.

Noch nie ist die Welt so rasch gealtert. Das bedroht die finanzielle Nachhaltigkeit nicht nur klassischer Rentensysteme, sondern auch der Gesundheitsversorgung. Der Bericht des Weltwirtschaftsforums zeigt auf, dass in vielen Ländern der Welt dringend gehandelt werden muss, wenn diese Herausforderungen gemeistert werden sollen.

Mehr Information (externe Quelle)

Bericht (nur auf englisch verfügbar)

Neuer Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO
Soziale Gesundheitsfaktoren
WHO Report "Closing the gap in a generation"
Nach einem neuen Bericht "Closing the gap in a generation: Health equity through action on the social determinants of health" (Die Lücke in einer Generation schliessen: Mehr Gerechtigkeit in der Gesundheit durch das Beeinflussen sozialer Gesundheitsfaktoren) der WHO "Commission on Social Determinants of Health" (Kommission zu den Sozialen Determinanten von Gesundheit) könnten universelle und umfassende Politiken für sozialen Schutz einen wichtigen Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit im Bereich der Gesundheit bedeuten.

Neben anderen Empfehlungen erklärt der Bericht, dass das Ausdehnen von sozialem Schutz auf alle Menschen sowohl in einzelnen Ländern als auch global einen wichtigen Schritt darstellt, um innerhalb einer Generation mehr Gerechtigkeit im Bereich der Gesundheit zu erzielen. Dazu gehört das Ausdehnen von sozialem Schutz auf Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, darunter Arbeit im informellen Sektor, im Haushalt oder in der Pflege. Das ist besonders für arme Länder entscheidend, wo die meisten Menschen im informellen Sektor arbeiten, und für Frauen, da die Aufgaben, die sie in der Familie übernehmen, es ihnen in vielen auf Beiträgen beruhen Systemen des sozialen Schutzes verunmöglicht, Rechte auf angemessene Leistungen zu erwerben. Begrenzte institutionelle Infrastrukturen und begrenzte finanzielle Möglichkeiten stellen in vielen Ländern wichtige Hindernisse dar, aber Erfahrungen aus der ganzen Welt zeigen, dass es auch in Ländern mit niedrigem Einkommensniveau möglich ist, den Aufbau von Systemen des sozialen Schutzes zu beginnen.

Download (externe Quelle)

Commission on Social Determinants of Health - Final Report
(Bericht nur auf englisch verfügbar, Zusammenfassung auf Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch)

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